Dankbarkeit

Glückstipp #9: Erlebe deine Dankbarkeit

Der Zauber der Dankbarkeit

Wenn es auf das Jahresende zugeht, werden wir mit Jahres-Rückblicken in Zeitung und Fernsehen zugeschüttet.

Die meisten von uns machen dann auch ihren eigenen, persönlichen Rückblick. Und fällen ein positives, kritisches oder negatives Fazit des vergangenen Jahres. Wir urteilen über uns, unsere Mitmenschen, die Situationen und Ereignissen die uns begegnet sind. Fühlen die Schwere der Herausforderungen und die Erleichterung durch unsere Erfolge, die wir gemeistert haben.

Wir bewerten unsere Entwicklung, unseren beruflichen und privaten Standpunkt.

Bei all dem Gewusel da draußen und dem Weihnachtsstress, fällt es mir schwer, mich auf das Wesentliche zu besinnen. Eigentlich komme ich immer erst an Heiligabend zur Ruhe. Wenn alle besinnlich beieinander sitzen und die Gemeinsamkeit mit Familie und Freunden genießen. Dann steht endlich mal das Handy still, der Laptop ist aus, keine Nachrichten, keine Anrufe, es gibt dann für mich nichts mehr zu tun und keiner will etwas von mir. Alles dreht sich nur um mich und meine Liebsten.

Dann gibt es keine Wertung mehr, kein Streben nach Erfolg, keine Schwere der Herausforderung, kein Urteil über das, was in den letzten Monaten passiert oder eben nicht eingetreten ist.

Der Weihnachtsabend hat für die meisten von uns immer etwas sehr zauberhaftes. Wir werden in uns ruhig und es stellt sich – fast wie von allein – ein sehr glücklicher Fokus ein: Dankbarkeit. Für diesen besinnlichen Weihnachtsmoment.

Aber was genau ist dieser Zauber und müssen wir wirklich warten, bis sich dieses Gefühl an diesem einen Abend von alleine einstellt?

Wir können doch auch den ganzen Monat zu einem Monat der Dankbarkeit machen. Oder noch besser, auch darüber hinaus. Die Dankbarkeit in unseren Alltag aufnehmen.

Per Definition ist Dankbarkeit ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.

Bedeutet:

Dankbarkeit ist grenzenlos. Bezieht sich auf Gegenstände, Menschen oder Ereignisse.

Dankbarkeit ist zeitlos. Es gibt kein zu früh oder zu spät. Keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt, um dankbar zu sein.

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Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück

Neulich habe ich gelesen „der Schlüssel zum Glück ist Dankbarkeit“.

Ich bin der Überzeugung, dass sich Glück aus sehr vielen Faktoren zusammen setzt. Das einzig wahre Rezept gibt es hierfür nicht. Aber, ich bin auch der Überzeugung, Dankbarkeit macht glücklich! Es fühlt sich einfach wahnsinnig gut an, wenn wir dankbar sind.

Mit Dankbarkeit meine ich übrigens nicht das negative Gefühl der Dankesschuld. Von Dankesschuld spricht man, wenn jemand dir einen Gefallen getan hat und dieses mit Gleichem aufgewogen wird. Sondern ich meine das Gefühl der Dankbarkeit für dich und den Dingen, die dir im Alltag begegnen und zwar ohne eine Form der Gegenleistung.

In verschiedenen Studien zur Dankbarkeit haben die beiden Psychologiewissenschaftler Alex M. Wood und Stephen Joseph in Zusammenarbeit mit weiteren Psychologen und Wissenschaftlern nachgewiesen, dass dankbare Menschen, sich subjektiv besser fühlen. Glücklicher, weniger depressiv sind und weniger unter Stress stehen. Im Allgemeinen trage Dankbarkeit zu einem zufriedeneren Leben und besseren Beziehungen im sozialen Umfeld bei.

Laut dieser Studien haben dankbare Menschen auch ihre Umgebung, ihr persönliches Wachstum, ihren Lebenssinn und ihr Selbstwertgefühl besser unter Kontrolle.

Wenn wir lernen mehr Dankbarkeit in unserem Leben zuzulassen und in unseren Alltag zu integrieren, lernen wir hierdurch den Blickwinkel auf unsere Schwierigkeiten im Leben positiv zu beeinflussen. Wir stellen uns mutiger den Herausforderungen und versuchen Probleme nicht grundsätzlich zu vermeiden.

Eine der Studien belegte sogar, dass dankbare Menschen besser schlafen, vermutlich weil sie weniger negative, mehr positive Gedanken vor dem Einschlafen haben.

Wenn du mehr zu den Studien von Alex M. Wood und Stephen Joseph erfahren möchstes, kannst du sie dir hier anschauen:

Gratitude predicts psychological well-being above the Big Five facets,

Coping style as a psychological resource of grateful people,

Gratitude influences sleep through the mechanism of pre-sleep cognitions

Dankbarkeit

Eine sehr effektive Übung: Starte dankbar in den Tag

Bei dem Glückstipp zum Glückstagebuch habe ich dir empfohlen, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, die dich an dem Tag glücklich gemacht haben. Somit wird dein Blickwinkel auf die Dinge gelenkt, die dir gut tun, um die kleinen Alltagsfreuden wieder zu entdecken. Dies kannst du auch für deine Dankbarkeit machen.

Ich nutze für mich die Dankbarkeit, um meinen Start in den Tag zu verbessern.

Genau das kann ich dir nur empfehlen: Fokussiere deinen Start in den Tag positiv, indem du dir jeden Morgen diese 3 Fragen stellst:

Was ist gut in meinem Leben?

Worüber kann ich glücklich sein?

Wofür kann ich dankbar sein?

Diese Übung ist schnell, effektiv und unkompliziert. Du brauchst hierfür nur zwei Minuten direkt nach dem Aufstehen oder auch noch im Bett liegend. Du musst hierfür nichts notieren, zusammenstellen oder erarbeiten, sondern nur simpel für dich beantworten. Mit nur einem Wort. Du wirst sehen, wenn du diese Übung eine Woche lang konsequent machst, fallen dir schon morgens immer mehr Dinge ein, für die du dankbar bist und die dich glücklich machen. Nach nur einer Woche wird dein Tag viel beschwingter und glücklicher beginnen.

 

Dankbarkeit verbindet

Wir alle kennen es im Kleinen. Wenn wir eine ehrliche Dankbarkeit einem Mitmenschen gegenüber gebracht haben dann fühlst du dich ihm verbunden. Eine Dankbarkeits-Bekundung (kein flüchtiges „Danke“, sondern ein ehrliches Bedanken) bringt euch näher zusammen und lässt die Zuneigung wachsen.

Und so ist es auch, wenn du für dich selbst dankbar bist, für die Dinge, die dir tagsüber begegnen. Du wirst dir und deinem Alltag versöhnlicher und verbundener gegenüberstehen, wenn du dankbar dafür bist.

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Verbindende Partner-Dankbarkeitsübung

Eine echt schöne Partner-Dankbarkeitsübung habe ich in diesem Jahr kennengelernt. Sie lässt sich hervorragend mit dem Partner, einer Freundin oder auch einer Bekannten durchführen.

Hierfür setzt du dich mit deinem Übungspartner gegenüber in einer für euch angenehmen Atmosphäre. Ihr könnt euch an den Händen nehmen, die Augen schließen oder euch einfach ohne Berührung und mit geöffneten Augen die Übung machen.

Versucht einen tiefen und schönen Atemrhytmus zu finden. Bewusst ein- und wieder auszuatmen. Vielleicht passen sich eure Atmungen an.

Einer von beiden beginnt mit der Übung. Der andere ist 5 Minuten lang „einfach nur“ Zuhörer.

Und dann spricht derjenige, der mit der Übung startet 5 Minuten im Rhythmus seiner Atmung „Ich bin dankbar für…“.

Und jetzt ist wirklich ALLES gefragt. Deine ganze Kreativität und Dankbarkeit. Für einzelne Mitmenschen, tolle Begegnungen, Gespräche, Beziehungen, Familie, Tiere, Job, Freunde, Hobbys, Urlaube und nicht zu vergessen auch die materiellen Dinge, die du besitzt.

Gerne detailliert, bedeutet „Ich bin dankbar für meinen Partner (der mir immer beisteht)“, aber erkläre nicht warum, denn ein Atemzug sollte für den Ausspruch der Dankbarkeit reichen. Du solltest nicht aus dem Atemtakt kommen.

Du wirst sehen 5 Minuten können wirklich lang sein!

Dein Gegenüber, der Zuhörer hinterfragt in diesen 5 Minuten nicht. Auch das ist nicht zu unterschätzen. 5 Minuten lang schweigend zuhören ist eine Herausforderung. Aber es tut auch wahnsinnig gut, die Dankbarkeit eines anderen Menschen zu spüren und sich selbst in aufmerksamer Ruhe zu zeigen.

Anschließend wechselt ihr.

 

Diese Partner-Übung bedarf auch ein wenig der Übung. Denn zugegeben, als ich sie zum ersten Mal machte, starrte ich nach den ersten fünf Aussagen zwei Minuten lang vor mich hin, hatte keine große Idee, war frustriert und fühlte mich ziemlich leer, bis dann die weiteren Ideen kamen. Heute kann ich diese Leere gut aushalten, aber meist werde ich meiner Ideen für meine Dankbarkeit nicht müde. Ich liebe es 5 Minuten lang sagen zu können, wofür ich alles dankbar bin.

Ich verspreche Dir, diese kleine Übung hat es wirklich in sich. Du rufst dir deinen „Reichtum“ für den du dankbar bist ins Gedächtnis zurück, fasst diesen in Worte und erzählst einem nahestehenden Menschen hiervon.

Du wirst sehen, die Zufriedenheit und Ruhe, die du in dir spürst, übersteigt das Heiligabend-Gefühl. Du wirst mehr Vertrauen deinem Gegenüber empfinden und dich ihm verbundener fühlen.

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Dankbarkeit ist zeit- und grenzenlos

Wenn du noch etwas mehr ins Detail gehen möchtest und die Dankbarkeit auch nach Außen zeigen willst, gibt es bei www.tomoff.de sehr schöne, kleine Anleitungen, wie du deinen liebsten Mitmenschen, Arbeitskollegen und auch Dienstleistern deine Dankbarkeit zeigen kannst.

Ganz gleich ob du nur für dich alleine deine Dankbarkeit empfindest oder sie mit anderen teilst, Dankbarkeit ist grenzenlos. Dankbarkeit ist zeitlos. Im Zauber der Dankbarkeit gibt es keine Wertung, kein Streben nach Erfolg, keine Schwere der Herausforderung, kein Urteil über das Passierte oder nicht Passierte.

Und eins ist bei alle dem garantiert: Dankbarkeit macht glücklich!

Deine Steffi

von felicee-feeling.de

 

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6 comments

  • Carla

    Das ist echt schön beschrieben. Ich bin auch ein sehr dankbarer Mensch geworden in den letzten Jahren und habe gemerkt, wie gut mir das tut. Wusste aber gar nicht, dass es hierzu bereits Studien gibt und es so viele positive Auswirkungen auf den Menschen hat.
    Die Partnerübung klingt echt super. Werde die vielleicht mal mit meiner Freundin zusammen machen.
    Ich mag deine Glückstipps immer total gerne, mach weiter so!
    Vorweihnachtliche Grüße,
    Carla T.

    • Steffi

      Liebe Carla,
      danke für deine Nachricht. Das freut mich wirklich sehr!
      Berichte gerne mal, wenn du die Übung mit deiner Freundin zusammen gemacht hast! Würde mich interessieren, wie du es empfunden hast!
      Viele Grüße,
      Steffi

  • Limalisoy

    Wieder einmal ein sehr schöner Beitrag von dir, der mich zum Nachdenken bringt. Im Moment läuft es nicht so gut bei mir, weil bekanntlichermaßen schlechte Nachrichten selten allein kommen. Trotzdem versuche ich jeden Abend, den tag Revue passieren zu lassen und etwas zu finden, für das ich dankbar sein kann – und wenn es auch noch so eine kleine Sache ist wie die tägliche Umarmung meiner beiden Mädels…

    Viele Grüße
    Yvonne

    • Steffi

      Liebe Yvonne,
      ja, diese Zeiten in denen alles so gar nicht rund läuft kenne ich nur zu gut. Ich finds toll, dass du einen Weg für dich gefunden hast, den Kopf trotz allem über Wasser zu halten.
      Weiterhin alles Gute für dich!
      Deine Steffi

  • Jana

    Auch diesmal ein schöner und inspirierender Beitrag von dir! Dankbarkeit finde ich auch sehr wichtig, nicht nur sie selbst zu zeigen, sondern sie auch gezeigt zu bekommen! Das können viele in der heutigen Welt scheinbar nicht mehr! Ich freue mich auch schon auf die ruhige Weihnachtszeit und bin dankbar, dass meine Oma wahrscheinlich ihren 80. Geburtstag in zwei Wochen noch im Kreise der Familie feiern wird. Es sah vor ein paar Wochen kaum danach aus!

    Ich wünsche dir eine schöne Vorweihnachtszeit!
    Liebe Grüße
    Jana

    • Steffi

      Liebe Jana,
      ich freue mich, dass du es ansprichst. Denn Dankbarkeit gezeigt zu bekommen (und diese dann auch annehmen zu können) ist wirklich ein tolles Gefühl. Vielleicht nehme ich diese Idee für einen zukünftigen Beitrag mal auf.
      Die ebenfalls eine sehr schöne und stressfreie Vorweihnachtszeit!
      Viele Grüße,
      Steffi

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