Pläne

Was du tun kannst, wenn das Leben deine Pläne durchkreuzt

„Leben ist das was passiert, während man grade fleißig dabei ist, Pläne zu schmieden!“

Die Pläne, die wir schmieden

Ich mochte den Spruch schon immer! Er verspricht, dass es immer Veränderungen geben wird. Dass wir nicht allzu viel Sorgen, Gedanken und Pläne machen sollten. Dass das Leben mit seinen ganz eigenen Plänen um die Ecke kommt und zwischen unsere fertigen Vorstellungen grätscht.

Für mich ist der Spruch allerdings nicht immer positiv besetzt, denn ein Stück weit bedeutet er auch eine Bedrohung. Ungeahnte Dinge zerstören unsere schönen Wünsche und Pläne. Stattdessen überrascht uns unser Leben auf hinterhältige Art und Weise.

Wie bereits in meinem Beitrag über die Veränderung geschrieben:

Bislang zog ich alle 2 bis 3 Jahre um, wechselte in diesem Rhythmus auch Job und Beziehungsstatus. Dieses Muster ist nicht bewusst, nicht ausgesucht – einfach Tatsache. Ich glaube, für mich muss sich nach einiger Zeit wieder etwas bewegen, um selber in Balance zu kommen. Ich habe keine Angst vor Veränderung, es gefällt mir, mich und Formen des Lebens hierbei immer wieder neu zu entdecken.

Ja ich liebe die Veränderung, ja ich brauche die Veränderung. Und so machte ich Anfang diesen Jahres noch erneute Pläne für eine Veränderung.

Ich beschäftigte mich intensiv mit meinem neuen Lebensweg. Welche beruflichen neuen Ziele ich habe und wie kann ich diese erreichen. Wie möchte ich mich persönlich neu orientieren, um die Ruhe und Gelassenheit in meinem Leben zu integrieren, sodass der stetige Stress mehr Geduld weicht. Welche Träume hatte ich für mich schon immer und möchte ich nun realisieren.

Für mich war die berufliche und private Veränderung im letzten Jahr ein „normaler“ Schritt meiner stetigen Fortbewegungen. Auch wenn er diesmal nicht auf eine für mich normale Art und Weise ablief.

Daher gab es dann noch diesen großen Plan, vom Nicht-Ankommen, vom unterwegs sein. Um mich, wie alle Allein- und Langzeitreisenden es so schön beschreiben, auf Reisen selbst zu finden.

 

Pläne

Das Leben, das passiert

Und dann grätschte das Leben von der Seite in all meine Pläne. Erstmals habe ich nun die Erfahrung machen dürfen, was genau dieses alles zu bedeuten hat.

Denn die Veränderung trat genau dann auf, als ich Mut, Zeit und Geld berappt hatte, um bereits gesteckte Pläne umzusetzen.

Nach meinem Artikel über das Wünschen motivierte mich eine Leserin, mir einen Mann beim Universum zu wünschen.

Offen gestanden hatte ich die Schnauze zu diesem Zeitpunkt von neuen Männern gestrichen voll. Denn der Ü30-Singlemarkt in einer Großstadt ist nicht so prickelnd, wie man es sich als unglücklicher Beziehungsmensch vorstellt.

Auch wenn ich versuchte, das Singleleben gemeinsam mit Freunden und Bekannten im Kölner Nacht- und Partyleben zu genießen, war mir recht schnell klar, dass meine wilde Findungsphase abgeschlossen ist und ich mich nach einer Beziehung sehne. Daher wagte ich das Wunschexperiment.

Und ich traf ihn, zu dem gewünschten Zeitpunkt, mit den für mich wesentlichen Eigenschaften und noch vielen mehr, die ich mir gar nicht auszumalen getraut hätte.

Veränderungen statt Pläne – Ankommen statt verreisen

Und dieser Mann, dieses neue Beziehungsleben stellte nicht alles auf den Kopf, sondern er stellte erstmals einfach alles richtig herum. Und drehte meine schiefe Welt in gerade Bahnen.

In mir wuchs nicht der Wunsch Ankommen zu wollen, sondern ich kam einfach an. Mit ihm, in meiner Mitte, gemeinsam.

Und alle Verhaltensweisen aus vorherigen Beziehungen, Muster und Strukturen, all die Dinge, die vorherige Beziehung lustlos und ermüden ließen, wurden durch diese Begegnung einfach aufgelöst. Es gab keine faulen Kompromisse mehr.

Statt die große Reise in ferne Ländern zu machen und auf die Suche nach mir selbst zu gehen, beschloss ich einfach, eine gemeinsame Reise zu uns beiden – für uns beide – zu beschreiten.

Eine Reise zu einem Menschen, bei dem ich wieder den Boden unter den Füßen spüren konnte, auf sanfte Art und Weise, Beständigkeit erkennen und genießen. Und einfach so ankommen konnte.

Nun magst du vielleicht denken „Ist ja klar, dass man für eine neue Liebe alle Pläne ändert!“ Für mich war dies alles nicht so eindeutig und auch alles andere als einfach. Denn neben dem, dass ich eine lang geplante Reise nicht angetreten habe, bin ich 600 km weit weg von der Heimat gezogen. Dadurch sehe ich nur noch sehr selten Freunde und Familie und muss nun neben meiner Beziehung auch ein völlig neues Sozialleben aufbauen. Was nicht immer nur spaßig, sondern manchmal auch sehr anstrengend ist. Meine Veränderung, meine Planänderung hält also weiterhin an und ich erlebe sie momentan jeden Tag aufs Neue.

 

Pläne

Wie du dich darauf vorbereiten kannst, wenn dein Leben zwischen deine Pläne grätscht

1. Schaffe dir selber Beständigkeit

Ich habe mir Beständigkeit geschaffen in meinem Alltag, in dem ich bestimmte Rituale, wie das morgendliche Danke sagen und das Glückstagebuch als feste Bestandteile in meinem Leben halte. Für dich mag dies Meditation, Yoga oder sonstige ruhige Momente nur für dich sein.

Ich habe mir aufgeschrieben, welche wesentlichen Dinge sich für mich in keinem Fall verändern sollen, aber auch nicht in Kontra zu der bevorstehenden Veränderung stehen. So finden regelmäßig Telefonate mit meinen wichtigsten Personen statt und ich habe das Blogschreiben weiter intensiviert.

 

2. Verabschiede dich liebevoll von deinen Plänen

Dankbarkeit ist von vielen Gefühlen und Persönlichkeitsmerkmalen besonders wichtig. Es ist erwiesen, dass dankbare Menschen mit dem Wechsel in einen neuen Lebensabschnitt besser zurechtkommen. Menschen, die vor dem Wechsel dankbarer waren, sind drei Monate später weniger gestresst, weniger niedergeschlagen und zufriedener mit ihren Beziehungen.

Daher empfehle ich dir, schreibe einen Dankesbrief. Bedanke dich bei den Menschen die deinen letzten Lebensabschnitt besonders geprägt haben, dir beigestanden, dich unterstützt haben. Bedanke dich für die Ereignisse und Erfahrungen, die du gemacht hast. Die einzigartig sind, deinen Alltag beeinflusst haben und dich an den Punkt bringen, an dem du jetzt stehst.

Zum Schluss, bedanke dich bei dir selber, für deine Eigenschaften, die besonders gefordert waren. Mut, Durchhaltevermögen, Einfühlsamkeit, Lebensfreude. Alle deine Begleiter waren wichtig, um dich durch den letzten Lebensabschnitt zu führen.

Das Besondere an diesem Dankesbrief ist, dass du selber eine sehr liebevolle Sichtweise auf das Vergangene bekommst. Das Beste ist, wenn du dich für die schönen Eigenschaften, Erlebnisse, Personen bedankst, ziehst du all dies in deinem neuen Lebensabschnitt in ähnlicher Form an.

 

3. Formuliere Wünsche für deine Zukunft

Siehe einer Veränderung erhobenen Hauptes entgegen. Sei zuversichtlich. Formuliere deine Wünsche. Mach greifbar, was du willst. Und damit meine ich nicht direkt neue Pläne machen zu müssen (falls du diese trotzdem schon hast – super!); sondern wichtig ist, dass du für dich klar machst, wie du der Veränderung entgegen treten wirst.

Wünsche dir, dass du glücklich wirst, dass sich der neue Schritt lohnt und dass du keiner verpassten Chance hinterher trauerst. Wünsche dir, dass sich neue Wege auftun, die genau die Richtigen sind. Dass sich beruflich oder privat neue Perspektiven ergeben, mit denen du jetzt noch nicht planst.

Sprich deine Wünsche klar formuliert und laut aus. Oder schreibe sie erst auf und lies sie dann laut vor. Vertraue deinem (ungeplanten) Weg, der vor dir liegt.

 

Pläne

Bleibe bei dir und in deiner Ruhe

Veränderungen kommen manchmal völlig überraschend, unangekündigt und dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann. Trotzdem: Mache eine Veränderung nicht zu deiner Bedrohung! Nimm neue Wege an, traue dich alte Pläne loszulassen, schaue nicht, was hätte sein können, sondern folge dem, was in diesem Moment als neuer Lebensabschnitt vor dir liegt.

Je positiver du in die Veränderung startest, je weniger Groll du hegst und versuchst den neuen Schritt abzulehnen, umso schneller werden sich die positiven Auswirkungen deiner Veränderung zeigen.

Mein Nicht-Ankommen wollen wurde zu einem Ankommer und momentan zu dem schönsten Lebensentwurf, den ich mir selber nicht hätte basteln können. Ich bin immer noch überrascht über die Leichtigkeit, die ich bei dieser Veränderung hatte und sehr dankbar für den Mut, den ich hierbei aufgebracht habe.

Denn eins ist sicher: eine Veränderung kostet immer sehr viel Mut! Aber sei dir Gewiss, jede Veränderung lohnt sich. Und der Mut zur Veränderung macht dich stärker und glücklicher!

Bleibe glücklich – feel felicee!

Deine Steffi

 

 

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9 comments

  • Kathi

    Ich habe schon einmal die Erfahrung machen müssen, wenn einem das Leben durch einen Schicksalsschlag alle Pläne versaut. Ich habe nach einem Motorradunfall meinen Job verloren, in dem ich wirklich große Chancen für mich gesehen hatte. Und ich habe sehr lange gebraucht um meinen Frieden damit zu schließen.
    Witzigerweise hat sich, als ich dann damit im Reinen war gezeigt, warum die Dinge so gekommen sind wie sie gekommen sind. Denn ich habe in der Reha meinen Mann kennengelernt, mit dem ich nun mein eigenes Geschäft führe. All dies wäre vielleicht nicht so gekommen, wenn alles anders gelaufen wäre. Ich hätte gerne damals eine Anleitung gehabt, wie ich in dieser Krise damit umgehe und finde deine Tipps um die Ruhe zu bewahren echt super!
    Liebe Grüße aus Mannheim,
    Kathi

    • Steffi

      Liebe Kathi,
      eine Zwangsveränderung ist immer noch mal eine Stufe schwerer zu tragen, wenn auch noch ein Schicksalschlag dahinter hängt. Ich finde es toll, dass du mittlerweile das „Positive“ hieraus ziehen kannst!
      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und natürlich viel Erfolg für Euer Geschäft!
      Viele Grüße,
      Steffi

  • Nadja Kold

    Hallo Felicee,
    ach was für ein toller Beitrag und wie passend grade für mich! Meine Firma hat mich in einen neuen Geschäftszweig gesteckt und der ist in Saarbrücken. Dadurch bin ich zu einem Umzug gezwungen und muss ab Februar alle Freunde und Familie hinter mir lassen.
    Das fällt mir echt so verdammt schwer. Ich weiß noch gar nicht recht, was mich dort erwarten und versuche dem ganzen irgendeine positive Seite abzugewinnen.
    Sehr hilfreich deine Worte, Danke!
    Grüße aus Essen,
    Nadja

    • Steffi

      Hallo Nadja,
      ich habe durch meinen Umzug auch Freunde und Familie rund 600 km entfernt wohnen und kann dich nur zu gut verstehen. Solch eine Distanz ist nicht leicht und auch trotz der vielen Kommunikationsmöglichkeiten doch einfach etwas ganz anderes als das persönliche Treffen.
      Aber es warten an neuen Orten auch immer neue Menschen auf dich, neue Erlebnisse und Eindrücke! Ich wünsche dir hierbei nur die Besten! Und wenn alles nichts hilft und die Sehnsucht zu groß wird, gibt es immer einen Weg zurück! 😉
      Viele Grüße,
      Steffi von felicee-feeling

  • Jana

    Ich kann nur immer wieder sagen, ich liebe deine Bilder! Und die Sprüche darauf sind immer ganz toll! Mein Leben ist auch nicht nach Plan A verlaufen, ich glaube, das passiert den wenigsten. Ab und zu mach ich neue Pläne und hoffe aufs Beste, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, man muss sich leider ganz schön ins Zeug legen, wenn alles so klappen soll, wie man es gern hätte.

    Liebe Grüße und hab ein schönes 2016
    Jana

    • Steffi

      Danke Jana!
      Du hast recht, nur bei den wenigstens verläuft alles wie geplant. Es bleibt halt die Frage, ob dies tatsächlich der bessere und glücklichere Weg ist. Ich kenne Menschen, die um jeden Preis ihren Willen, ihren Weg durchdrücken, sich niemals „treiben lassen“ oder den äußeren Umständen hingeben. Manche hiervon sind sehr verbissen und ernst. Was also ist besser – sich den Veränderungen beugen oder dagegen ankämpfen?
      Ich lasse meine Bahnen gerne mal von äußeren Umständen mitlenken und finde es wichtig, sich hierbei dann nicht als Opfer zu sehen, sondern auch die Möglichkeit zu haben, einer Veränderung aufgeschlossen und mit Neugierde gegenüber zu stehen.
      Dir auch einen super Start ins Jahr 2016!
      Liebe Grüße,
      Steffi

  • Limalisoy

    Ich wünschte, ich hätte gerade so viel Zeit und Ruhe, um wirklich mal bei mir zu bleiben… Durch die Migräne der vergangenen Tage habe ich so viel liegenlassen müssen, dass ich jetzt kaum mit dem Aufholen hinterher komme.
    Erst heute habe ich zu einer Bekannten gesagt, dass ich eigentlich nur noch eine Sache machen müsste, um mal richtig bei mir anzukommen. Doch daraufhin sagte sie mir, dass es mir nach ein paar Wochen schon nicht mehr gefallen würde, denn das wäre ja nicht ich. Sie kennt mich so, dass ich immer viel auf einmal machen und zu Hochtouren auflaufe, wenn es sich dabei um ganz unterschiedliche Dinge geht. Ich bin gespannt, ob ich mich in diesem Jahr etwas besser fokussieren kann, denn ich habe einen Plan! Etwas mehr auf mich hören und da gibt es auch keinen Plan B 😉
    Danke für den tollen und inspirierenden Beitrag!
    Yvonne

    • Steffi

      Danke Yvonne,
      ja Phasen in denen einfach alles viel zu viel wird, kenne ich auch nur zu gut. Und nur weil du sonst auch immer alles auf einmal machst und auf Hochtouren läufst, bedeutet das nicht, dass du dieses auch weiterhin so machen musst. Ich habe gelernt, dass auch nur kleine „Zwangspausen“ mich so einem sehr hohen Entspannungslevel, mehr Konzentration und mehr Struktur bringen können.
      Also pass gut auf dich auf!
      Viele Grüße,
      Steffi

  • Nicole

    Huhu..
    Wie immer ein Interessantes Thema. Wobei wir glaube bei dieser Sache sehr unterschiedlich sind 😉
    Das Leben läuft ja nie so, wie man es möchte. Es gibt immer höhen, Tiefen und es kommt immer wieder was dazwischen. Ich hab mich damit abgefunden und Plane mein Leben überhaupt nicht mehr. Rein gar nix. Nicht einmal den Urlaub, den auch den musste ich oft genug wegen Krankheit oder Arbeit stonieren. Ich leben mein Tag, als wäre es mein Letzter und wenn der Urlaub dann doch mal genehmigt ist und das Kind gesund (oder ich), dann wird Spontan irgendwo hingefahren. ^^

    Liebe Grüße

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