Hypnose

Im Selbsttest: Hypnose – wie sie funktioniert und was sie bewirkt, Teil 2

Nach der Hypnosesitzung

Nachdem mich monatelang Schlafstörungen plagten, wagte ich den Schritt den „Humbuk“ einer Hypnose für mich zu probieren. Wie es dazu kam und die erste Sitzung ablief, berichte ich im ersten Teil.

Nachdem ich aus der Hypnose aufgewacht bin, fühlte ich mich noch etwas müde, aber vom ersten Moment an wirklich gut. Im Vorfeld und während der Hypnose haben wir uns über Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht unterhalten. Hierbei haben wir die Affirmation „ich bin ruhig, gelassen und zuversichtlich“ festgelegt. Noch Tage später kreisten mir diese sehr intensiv im Kopf herum. Nach der Hypnose dauerte es keine zwei Wochen und ich fand wieder einen ruhigeren Schlaf und dank einiger praktischer Tipps, die wir im Vorfeld besprochen hatten, viel mehr Entspannung in stressigen Situationen meines Alltag. Auch ein Jahr danach taucht in Momenten in denen ich nicht damit rechne, diese Affirmation wieder bei mir auf. Sie begleitet mich nun in meinen Alltag.

 

Weitere Fragen an Sabishii

Wie bereits im ersten Teil berichtet, hatte ich nach der Hypnose die Möglichkeit Sabishii einige Fragen zu stellen, darüber was genau Burn-Out und  Hypnose verbindet und wie man eigentlich Hypnotiseurin wird.

HypnoseSabishii von Droste ist 34 Jahre alt, Inhaberin von Time-4-a-change und lebt in München. Sie ist gelernte Hypnose-Coach, Burn-Out-Beraterin und Entspannungstherapeutin mit einer Praxis im Münchener Glockenbachviertel; praktiziert in München und am Bodensee.

 

 

 

 

 

 

Steffi: Du bist auch Burn-Out-Beraterin. Warum glaubst du, gibt es immer mehr Burn-Out-Erkrankte?

Sabishii: Viele Menschen streben nach Anerkennung durch Leistung. Wir definieren uns immer mehr über Leistung, es ist „schick“ wahnsinnig viel zu tun zu haben und ständig beschäftigt zu sein. Hierbei ist es völlig egal, ob es sich um einen Manager oder eine Hausfrau handelt, denn jeder kann von der Überforderung im Alltag betroffen sein. Guter Nährboden für einen Burnout sind daher fehlender Selbstwert und fehlende Widerstandskräfte, die sogenannte Resilienz.

Wir verlieren uns heutzutage immer mehr in all den Möglichkeiten die sich uns bieten. Denn diese können Segen und Fluch zugleich sein.

Warum werden deiner Meinung nach Entspannungsmethoden immer wichtiger und was gibst du als Entspannungstherapeutin deinen Klienten mit?

Dadurch dass wir in dieser erfolgsorientierten und schnelllebigen Gesellschaft leben, ist es einfach so, dass dieser Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung nicht mehr gegeben ist.

Unser Organismus ist schon seit jeher darauf ausgerichtet auf körperlichen Stress zu reagieren. Ein Bär, der entweder bekämpft werden muss oder vor dem wir fliehen. Nun werden wir aber nicht mehr von Bären, sondern vielmehr von psychischem Stress heim gesucht. Unser Nervensystem ist die ganze Zeit unter Anspannung und seinem Gegenpol, dem Entspannungsnerv, erhält von uns zu wenig Raum. Hier helfen Entspannungstherapeuten mit verschiedenen Instrumenten.

Wie bist du zur Hypnose gekommen?

Ich habe selbst durch Hypnose mit dem Rauchen aufgehört und fand dies so faszinierend, dass ich wissen wollte was genau dahinter steckt. Dies überschnitt sich mit einem Zeitpunkt, an dem mir bewusst wurde, dass ich nicht das Leben führe, dass ich für mich wollte.

Ich hatte oft Phasen, in denen ich gemerkt habe, dass sich mein berufliches Leben für mich einfach nicht nach mir anfühlt. Ich kam irgendwann an den Punkt, mich nicht mehr hierüber ärgern zu wollen, sondern einfach etwas zu ändern, um auf „meinen“ Weg zu kommen.

Meine neue berufliche Ausrichtung, der Hypnosecoach, führte recht schnell zum weiteren, angelehnten Tätigkeiten, dem Entspannungstherapeuten und der Burn-Out-Beraterin. Ich tue nun das, was sich für mich richtig anfühlt und mich einfach mehr erfüllt.

Diese Veränderung hat mich total gestärkt und sehr mutig für alle zukünftigen Wünsche und Wege gemacht.

Was ist dein Rezept zum Glücklichsein?

Wichtig ist, dass man seinen Weg geht und nicht versucht anderen Erwartungen zu entsprechen. Dass man diese als Fremderwartungen und nicht als die eigenen erkennt und wahrnimmt. Dass man auf sein Bauchgefühl hört, sich selber Dinge zutraut und sich vertraut.

Hypnose

Mein Fazit zur Hypnose

Meine Vorurteile gegenüber Hypnose habe ich seit meiner eigenen Erfahrung hiermit komplett zur Seite gelegt. Eine Hypnose ist kein Humbuk und keine Zauberei, sondern eine helfende Behandlungsform. Sie ist ein direkter Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Wir können hierdurch unserem Bewusstsein im Alltag die Möglichkeit geben, zu erkennen was unsere Schwierigkeiten bei unserem Verhalten sind und diese dann mit Hilfe von tief gesetzten Affirmationen und Erkenntnissen aus der Hypnose verändern. Ein Hypotiseur hilft dir dabei, aktiven Bezug zu deinem Unterbewusstsein zu bekommen. Zu den Dingen, die tief in die schlummern, dir den Schlaf rauben, dich Nikotinsüchtig machen oder dich in Angst versetzen. Denn unser Unterbewusstsein hat wahnsinnig viel mitzuteilen und kann uns mehr helfen, als wir es denken.

Ich bin echt dankbar dafür, dass ich die Hypnose als Hilfsmittel in meinem Leben kennengelernt habe. Und war seit dem Herbst letzten Jahres mit noch zwei weiteren Themen bei Sabishii. Jede Sitzung läuft anders ab. Jedes Thema wird individuell und für mich passend angesetzt. Und auch jeden Entspannungszustand erlebe ich anders als den zuvor. Wer hierzu mehr für sich erfahren oder selber einmal in den Genuss einer Hypnose kommen will, diesen Tiefenentspannungszustand erleben und wichtige Erkenntnisse seines Unterbewusstseins für den Alltag nutzen möchte, dem kann ich Sabishii von Time-4-a-change nur empfehlen.

Es ist faszinierend, was sich durch die Hypnosen in meinem Alltag verändert hat und auch, wie sich meine Denkweise über den Hokuspokus einer (Show-)Hypnose auf sanfte Art und Weise zu dem verwandelt hat, was es ist:

eine Hilfestellung zu einem glücklicheren Leben!

Deine Steffi

von felicee-feeling

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5 comments

  • Lisa

    Also ich muss schon sagen, das hört sich echt vielversprechend an. Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass sowas wirklich helfen kann. Bzw glaube ich, dass sowas nur dann helfen kann, wenn man auch wirklich dran glaubt und sich da richtig drauf einlassen kann. Wenn es dir hilft, freut es mich aber für dich :)

    • Steffi

      Hallo Lisa,
      ich verstehe deine Skepsis nur zu gut. Ich war ja selber anfangs nicht wirklich überzeugt von der Idee. Dafür umso begeisterter als ich die Erfahrung gemacht habe. Aber natürlich stimmt es, dass man sicherlich grundsätzlich aufgeschlossen hierfür sein sollte. Wenn man der Überzeugung ist, dass dies in keinem Fall funktionieren kann, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass es nicht funktionieren wird. Aber so ist es eigentlich bei allen Dingen, die man mit einer „klappt sicher nicht“ Einstellung angeht. Wenn sich dir die Gelegenheit einmal bieten sollte, probiere es einfach mal aus! :)
      Liebe Grüße,
      Steffi

  • Jana

    Wieder sehr schön und spannend geschrieben! Ich finde Hypnose auch sehr faszinierend und spannend! Und ich kann mir schon gut vorstellen, dass sie eine gute Hilfestellung sein kann! War auch schön, etwas mehr über die Sabishii von Droste zu lesen!

    Liebe Grüße
    Jana

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